Leonie: Unerwartet, glaube ich nicht. Aber der Change ist für viele schwierig. Vor allem dieses: Es lief ja bisher auch. Aber wir suchen stetig Wege, wirklich alle abzuholen und zu zeigen, dass es ein Vorteil für die Mitarbeitenden ist.
Jennifer: Wir verändern ja gerade schon Geschäftsmodelle und interne Prozesse. Das macht natürlich auch Angst. Da kommt jemand und stellt Dinge infrage, die lange funktioniert haben. Dann denkt man sich: Warum eigentlich? Angst ist ein wesentlicher Faktor. […] Unsicherheit ist da. Die haben keine Ahnung, was sie da erwartet. Ich auch nicht. Aber was wir halt tun können, ist, die Kolleg:innen an die Hand zu nehmen und zu gucken, wir sind da ja gemeinsam drin. Dass man halt schaut: Wo können wir Fragezeichen ausradieren und wo müssen wir einfach mit ihnen leben, weil es gerade nicht anders geht. […]
Einer der wesentlichen Punkte ist, dass du die Leute mitnimmst. Aber klar, da gibt’s dann die einen, die sagen: „Ey Jenny, wenn ich noch eine Mail bekomme, geh ich an die Decke, ich muss nicht über jede kleine Einzelheit informiert werden.“ Wiederum andere sagen dann: „Könntest du mir mehr Infos geben? Ich habe das Gefühl, ich habe keine Ahnung, was los ist.“ […]
Manchmal kann ich das gar nicht sagen. Aber auch das geht natürlich zu kommunizieren. Zu sagen: Leute, wir fangen damit an. Hier und da gibt es vielleicht Stolpersteine, sagt uns die, dann arbeiten wir daran weiter. Und deshalb ist es gerade auch wichtig, alle mit einzubeziehen. […]
Wie sieht das konkret aus?
Jennifer: HR-News gibt es da. […] Also, wenn ich könnte, würde ich super gerne mit jedem einzelnen reden. Und wir haben jetzt neu, eine Ideenbox […]. Das heißt, in unserem internen Wiki gibt es jetzt eine kleine Bohne, die so eine kleine Idee hat, die sie in eine Box wirft. Und wir wollen ganz gerne einfach die Ideen der Leute mitnehmen. […]