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owl maschinenbau e. V.

Kurzvorstellung

Wer seid ihr?

owl maschinenbau e. V. ist ein Kompetenz-Netzwerk für den regionalen Maschinenbau in Ostwestfalen-Lippe. Seit über 20 Jahren arbeiten wir im engen Austausch mit den Mitgliedsunternehmen aus der Maschinen- und Automatisierungsindustrie und unseren Partnern daran, die Vielfalt der Kompetenzen zu vernetzen und die Innovationskraft voranzubringen.

Interview

Warum beschäftigt ihre euch mit dem Thema BBNE/ Zukunftskompetenzen bzw. wieso ist das Thema Nachhaltigkeit für die Ausbildung in eurer Branche so wichtig?

Wir beschäftigen uns mit Themen, die die Branche betreffen. Dazu gehören natürlich auch Nachhaltigkeit und Fachkräfteentwicklung und -gewinnung. Das Projekt von BBNE Lobby hat beide Themen anschaulich verbunden und zeigt auf, wie nachhaltige Transformationen in Unternehmen gestaltet werden können.

Welche Rolle spielt das Thema Zukunftskompetenzen aus eurer Sicht für die Region OWL und speziell den Maschinenbau?

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Mit 300 Maschinenbauunternehmen und mehr als 800 Zuliefererbetrieben, rund 42.000 Beschäftigten allein im Bereich Maschinenbau ist OWL ist eine der stärksten Maschinenbauregionen Deutschlands.

Dieses Fundament ist kein Selbstläufer: Zukunftskompetenzen sind für uns ein wichtiger Baustein, um die wirtschaftliche Stärke der Region weiterhin zu halten. Für die Unternehmen sind vor allem die Fragen, welche Kompetenzen in Zukunft relevant sind und wie man diese auf- oder ausbauen kann, wichtig.

Welche Zukunftskompetenzen sind im Maschinenbau besonders entscheidend?

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Hier kann man drei Kompetenzcluster hervorheben: Erstens Technologiekompetenz – wer im Maschinenbau arbeitet, muss zunehmend verstehen, wie KI, Sensorik und vernetzte Produktionssysteme zusammenspielen. Zweitens Innovationskompetenz – also die Fähigkeit, Innovation, neue Geschäftsmodelle und Gründung als Weg zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherung zu begreifen. Und drittens Systemisches Denken und Kollaborationsfähigkeit – Einzellösungen reichen nicht mehr. Wer heute in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen ausbildet, muss junge Menschen befähigen, Zusammenhänge zu erkennen und in Netzwerken zu arbeiten. Genau das versuchen wir bei owl maschinenbau auch strukturell vorzuleben.

Wo seht ihr aktuell die größten Kompetenzlücken?

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Die Lücken liegen oft nicht bei den Auszubildenden, sondern bei den Betrieben selbst. Viele Ausbilder:innen und Führungskräfte im Mittelstand sind hervorragende Praktiker:innen – aber die Verbindung von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Ausbildungsdidaktik ist für sie im Hinblick auf die neue Generation an Auszubildenden Neuland. Hinzu kommt: Kleine und mittlere Unternehmen haben kaum Kapazitäten, diese Themen systematisch zu entwickeln. Wir sehen außerdem eine strukturelle Lücke im Bereich überbetrieblicher Lernformate – es fehlt an Orten und Formaten, wo Auszubildende aus verschiedenen Betrieben gemeinsam an realen Zukunftsthemen arbeiten können.

Vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmen im Maschinenbau aktuell besonders?

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Die Unternehmen navigieren gerade durch mehrere gleichzeitige Transformationen: die Energiewende, der Fachkräftemangel, neue regulatorische Anforderungen – und das bei gleichzeitig sehr dynamisch wachsendem Wettbewerbsdruck, auch aus Asien.
Im Austausch mit unseren Mitgliedsunternehmen fällt auf: Die Herausforderungen sind bekannt, aber die Handlungsfähigkeit ist begrenzt – nicht aus mangelndem Willen, sondern aus Kapazitätsgründen. Daher brauchen wir Initiativen, die Wissen bündeln, Netzwerke aktivieren und Unternehmen entlasten.

Was können andere Regionen oder Branchen von OWL lernen?

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OWL ist ein lebendiger Beweis dafür, dass industrielle Stärke und Kooperationsbereitschaft kein Widerspruch sind. Was uns auszeichnet, ist eine gelebte vorwettbewerbliche Netzwerkkultur: Unternehmen, die im Wettbewerb stehen, arbeiten in Arbeitskreisen gemeinsam an relevanten Themen. Das klingt banal, ist aber kulturell nicht selbstverständlich. Was andere lernen können: Transformation gelingt nicht durch Top-Down-Programme, sondern durch Wandel, der auf bestehenden Strukturen aufbaut, Vertrauen nutzt und Netzwerke als aktive Gestaltungsräume begreift.

Weitere Botschafter:innen

Bergisches Städtedreieck
Bohnen It GmbH
Ostwestfalen-Lippe
Skyline Express International GmbH